Mittwoch, 4. September 2019

Spinning Swirl (oder auch Spinnerei)

Warum Spinnerei? Das will ich erklären. Es gibt ein Phänomen, das wohl jeder Seifensieder kennt: man hat vor dem Sieden ein genaues Bild im Kopf, wie man sich die Seife vorstellt. Die fertige Seife aber weicht davon ab. Beide Bilder sind nicht miteinander in Einklang zu bringen, und so ist man enttäuscht und findet die entstandene Seife nicht schön. So ging es mir mit dieser hier, an der ich den Spinning Swirl ausprobiert habe. Die Seife landete in einer Kiste, und wurde unfotografiert in den Keller verbannt. Vor ein paar Wochen, gut 3 Jahre nachdem ich sie gesiedet habe, fiel sie mir beim Keller ausmisten in die Hände. Und ich fand sie wunderbar. Manchmal spinnt man wirklich. Somit möchte ich euch mit 3 Jahren Verspätung meine Spinnerei zeigen.

Auch an der Rezeptur ist ersichtlich, dass es lange her ist, als ich sie gesiedet habe. Denn ich habe viel Schaumfett verwendet. Inzwischen weiß ich, dass meinen Händen ein Schaumfettanteil von über 30 % nicht gut bekommt; es trocknet meine Hände aus. Hier dürfte die Reifezeit von über 3 Jahren aber entgegenwirken. Somit hat es sein Gutes, dass sie so lange verborgen im Keller lag. Drin sind: 36 % Babassu, 32 % Distel, 16 % Kakaobutter, 16 % Reiskeim. Wer sich für die verwendeten Farben interessiert, findet das Grün und das Schwarz bei Vita von Waldehoe (Apple WEP und Seidenschwarz) und die übrigen Farben bei U-Makeitup: Cool Pink, Sunset Dazzler, Bonny Buttercup Sparkle und Tanzanite Gem. Etwas Titandioxid habe ich auch verwendet. Dass ich das noch so genau weiß, verdanke ich meinen Notizen, die ich mir zu jeder Seife mache. Beduftet hatte ich sie mit dem PÖ Secret Garden von The Fragrancy. Und hier ist sie, meine Spinnerei:



1 Kommentar:

  1. Hallo Petra,
    na das hat sich aber wirklich gelohnt, dass Du die hier nochmal zeigst - die sieht ja aus wie ein Gemälde von Miro. Richtig coole Farben für ne Seife - da muss man auch erst mal drauf kommen.
    Liebe Grüße Susi

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